Die Wärmeversorgung des neuen Pflegezentrums erfolgt über eine Kombination aus Fernwärme, einer luftwärmepumpenbasierten Kühl- und Heizlösung sowie einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Warmwasseraufbereitung nutzt zentrale Frischwassermodule mit thermischer Desinfektionsmöglichkeit und optimierter Zirkulation. Lüftungsanlagen mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung sorgen für optimale Raumluftqualität. Ein außenliegender, lichtlenkender Sonnenschutz reduziert den Energieverbrauch und schützt vor Überhitzung, unterstützt durch eine hinterlüftete Holzfassade und Sonnenschutzglas. Bauphysikalische Maßnahmen wie hinterlüftete Fassaden und außenliegender Sonnenschutz minimieren sommerliche Überwärmung, während die energieeffiziente Gebäudehülle den Standard Klimaaktiv Gold anstrebt.
Die Bauphase 1 umfasst den Bau von Bauteil 1 und Bauteil 2 mit zwei Wohnbereichen mit insgesamt 72 Plätzen, dem Eingangsbereich, Verwaltungsräumen, öffentlichen Einrichtungen sowie Lager- und weitere Funktionsflächen. Die Bauphase 2 umfasst den Abbruch des Bestandsgebäudes und die Errichtung von Bauteil 3 und Bauteil 4. Diese beherbergen zwei weitere Wohnbereiche mit insgesamt 72 Plätzen, die Garage, die Küche, den Anlieferungsbereich und zusätzliche Funktionsflächen. Da die Küche erst in der zweiten Bauphase realisiert wird, erfolgt die Versorgung während der Bauzeit extern. Dadurch werden Überschneidungen und Verkehrsbehinderungen zwischen Anlieferung, Rettungsfahrzeugen und Baustellenverkehr vermieden. Die Planung erfüllt höchste Anforderungen an Funktionalität, Nachhaltigkeit und bauliche Effizienz.