Die isolierte Lage des Grundstücks bildet den Ausgangspunkt für das architektonische Konzept des Bürogebäudes Alpenland Rennbahnstraße. Der Entwurf reagiert darauf mit einer klaren, geschlossenen und eigenständigen Formensprache. Als ruhiger Solitär konzipiert, ist das Gebäude aus allen Blickrichtungen als eigenständiger Baukörper wahrnehmbar und setzt einen markanten städtebaulichen Akzent. Besonderes Augenmerk wurde auf die Einbindung in das bestehende Umfeld gelegt. Gegenüber dem ursprünglichen Entwurf wurde das Büro deutlich nach Norden verschoben, um die Belichtungsverhältnisse des benachbarten Wohnhauses – insbesondere die Einstrahlung der westlichen Abendsonne – wesentlich zu verbessern.
Der bestehende Geländesprung zwischen Rennbahnstraße und Wiener Bundesstraße wird gezielt genutzt: Das Garagengeschoss ist in tieferer Lage angeordnet und ermöglicht eine niveaugleiche Einfahrt ohne zusätzliche Rampen. Gleichzeitig folgt die Höhenentwicklung entlang der Bundesstraße mit drei Vollgeschossen den städtebaulichen Vorgaben und definiert bewusst das notwendige Mindestmaß an Bebauung. Der geschützte Haupteingang befindet sich in unmittelbarer Nähe der Einmündung der Rennbahnstraße in die Bundesstraße und ist durch die Gebäudestruktur klar gefasst.
Edelstahlgewebe als Sonnenschutz
Die ruhige, organische Grundform wird durch die Fassadengestaltung zusätzlich betont. Die zweischichtige Konstruktion besteht außen aus einem Edelstahlgewebe, das als statischer Sonnenschutz fungiert. Je nach Lichtstimmung wirkt die Fassade transparent, changierend und lebendig und verleiht dem Gebäude eine leichte, beinahe schwebende Erscheinung. Die Obergeschosse heben sich dabei bewusst vom Niveau der Bundesstraße ab und unterstreichen den hochwertigen Charakter der Nutzungen.