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Pflege- und Betreuungszentrum Waidhofen an der Ybbs

Waidhofen an der Ybbs | Wettbewerb | 2025

Im Rahmen eines Wettbewerbs für das neue Pflege- und Betreuungszentrum Waidhofen an der Ybbs entwickelte WAY Architecture ein Konzept, das den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Ausgehend von den Themen Geborgenheit, Fürsorge und Würde entstand die Vision eines Ortes, der Sicherheit vermittelt, soziale Begegnung fördert und gleichzeitig Raum für Rückzug bietet. Zentrales Leitmotiv des Entwurfs ist der Hortus Conclusus – der umschlossene Garten. Als bedeutendes Motiv der mittelalterlichen Gartenkultur steht er für Schutz, Ruhe und die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur. Ursprünglich Sinnbild eines geschützten, von der Außenwelt abgeschirmten Ortes, wird dieses Konzept in eine zeitgemäße Architektur übersetzt, die Bewohner, Besucher und Mitarbeiter gleichermaßen einen Raum der Orientierung, des Innehaltens und der Begegnung bietet.

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Die Idee des umfriedeten Gartens prägt die gesamte Organisation des Hauses. Begrünte Innenhöfe, geschützte Aufenthaltsbereiche und miteinander verbundene Rundwege schaffen eine Umgebung, die Sicherheit vermittelt und zugleich vielfältige Möglichkeiten für soziale Interaktion eröffnet. Die Architektur setzt dabei auf eine vertraute, kleinteilige Maßstäblichkeit, die an ein Zuhause erinnert.

Architektur im Dialog mit Landschaft und Stadt

Das neue Pflege- und Betreuungszentrum soll sich zwischen Landesklinikum, Friedhof und Parkhaus positionieren und reagiert sensibel auf die unterschiedlichen Maßstäbe und Strukturen seiner Umgebung. Der Hauptzugang erfolgt über die künftig als Begegnungszone gestaltete Friedhofstraße. Die Ausrichtung der Baukörper eröffnet gezielte Blickbeziehungen zur Ybbs im Norden und zum Buchenberg im Süden und stärkt damit die Verbindung zur umgebenden Landschaft. Drei Erschließungskerne gewährleisten eine klare Orientierung und kurze Wege innerhalb des Gebäudes. Im Zentrum steht ein gemeinsamer Erschließungsbereich, der als kommunikatives Rückgrat des Hauses fungiert und die verschiedenen Pflegebereiche miteinander verbindet.

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Grundriss EG

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Grundriss 1. OG

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Grundriss 2. OG

Kontinuität, Geborgenheit und Fürsorge

Die architektonische Konzeption für den Wettbewerb basiert auf vier zentralen Prinzipien: dem Kreislauf des Lebens, der Verbundenheit, der Verwurzelung sowie der heilenden Kraft der Landschaft. Ringförmig angelegte Wege ermöglichen sichere Rundgänge und fördern die selbstständige Bewegung der Bewohner. Begegnungszonen und gemeinschaftliche Aufenthaltsbereiche bilden die sozialen Herzstücke des Hauses, während geschützte Hofgärten als Therapie- und Sinnesgärten genutzt werden können.

Die enge Verflechtung von Innen- und Außenräumen, der konsequente Bezug zur Natur sowie eine sorgfältige Tageslichtführung schaffen eine Atmosphäre der Ruhe und Orientierung. Regionale Materialien, ein differenziertes Farbkonzept und die Integration von Grünräumen tragen dazu bei, eine Umgebung zu schaffen, die nicht nur funktional überzeugt, sondern vor allem Lebensqualität, Identität und menschliche Nähe vermittelt.

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