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Gustin Zieser Architekten

Forschungsgebäude AKH

Wien, Alsergrund – Wettbewerb, 2020 – 2. Platz

Mit dem Ensemble der Forschungsgebäude CTMT, CPM und TTC entsteht ein neuer identitätsstiftender Forschungscampus auf internationalem Niveau. Am Eingang Lazarettgasse des AKH erheben sich die Gebäude und bilden ein weithin sichtbares Eingangstor zum AKH. Zwischen den Gebäuden öffnet sich eine großzügige Treppenanlage mit nach Süden orientierten Sitzstufen und lädt zum Betreten des Geländes ein. Getrennt von Rettungszufahrt und Anlieferungsverkehr bildet sie eine attraktive fußläufige Verbindung. Am Ende der Freitreppe betritt man das CTMT über den zentral gelegenen, verkehrsfreien Vorplatz. Hier liegen auch die Eingänge zu den anderen beiden Gebäuden. Alle drei Häuser sind unterhalb des Platzes durch eine natürlich belichtete, innenräumliche Begegnungszone verbunden.
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2535 Lageplan Kopie 1 cf8e3fe4

Seit vielen Jahren versuchen Medizintechnik-Firmen in ihrer Designsprache von Geräten, Beleuchtungen und ganzen Raumsettings weiche und gerundete Formen zu etablieren. Dies hätte – und die vielen Erfahrungen zeigen, dass diese Annahme richtig ist – eine beruhigende, vertrauensbildende und die Heilung fördernde Wirkung auf die Patienten im Besonderen und auf alle damit befassten Menschen im Allgemeinen. Diese Haltung wird von uns nunmehr auch in der Ausformung der Gebäude selbst angewendet. Der „kantigen“, orthogonalen Architektursprache des gesamten AKH-Areals werden abgerundete Kanten und schrägwinkelige Gebäudefiguren entgegengesetzt. Dies hat nicht nur die oben beschriebene Wirkung auf den Betrachter, sondern setzt ein starkes, identitätsstiftendes städtebauliches Signal als Tor zum AKH- Gelände.

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Gustin Zieser Architekten

Die drei singulär wahrnehmbaren Gebäude werden mit einer hocheffizienten Sonnen- und Windschutzfassade „eingehüllt“, die lediglich an den Eingangsbereichen „hochgezogen“ wird. Dadurch entstehen ruhige, eindrucksvolle und prägnant strukturierte Baukörper. Die vom Benzolring hergeleitete einprägsame Zeichenhaftigkeit des Hexagons steht international für Life Science und Research und wird daher an der Fassade mit parametrisierendem Verlauf eingesetzt, der über alle Fassaden gelegt wiederum an eine Gewebe-Zellstruktur erinnert.

Durch die mit „gelöchertem“ Siebdruck versehene gläserne Prallwand sowie der Perforation aller verwendeten Materialien ist der ungehinderte Ausblick aus allen Aufenthaltsbereichen immer gewährleistet. Die optische Wirkung ist bei völlig freier Durchsicht die einer Sonnenbrille. Der automatisch gesteuerte innenliegende Blend- und Sonnenschutz ergänzt das intelligente Fassadensystem und verhindert die sommerliche Überhitzung der Gebäude. Fassaden-begrünungen und Vegetationsinseln im Bereich der eingeschnittenen Loggien bringen zusätzliche Kühlung und mikroklimatische Aufwertung der Fassade.

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Facts

Name
Forschungsgebäude AKH
Ort
Wien, Alsergrund
Jahr
2020
Größe
30.000 m²
Typ
Öffentlich
Wettbewerb
2. Platz