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HBLA Ursprung

ARGE g.o.y.a. und WAY Architecture | Wettbewerb | 2026

Der Wettbewerbsentwurf – gestaltet mit g.o.y.a – für die Neugestaltung der HBLA Ursprung soll einerseits die Beziehung zwischen Schule, Internat und dem historischen Schloss Ursprung festigen und andererseits das Schloss stärker in den Bestand des Campus integrieren. Wie das geht? Aktuell orientiert sich die Bebauung stark nach Osten. Unser Entwurf verschiebt die schulische Nutzung jedoch gezielt nach Westen, näher an das Schloss gerichtet. Gleichzeitig entstehen damit drei klare Baukörper, bestehend aus Schultrakt, Werkstätten und Internat. 

Drei zentrale Freiräume

Die drei Baukörper des Entwurfs stehen in enger Beziehung zu den drei zentralen Freiräumen. Da wäre der Schulbau und Vorplatz im Nordosten, der als Auftakt des Campus fungiert. Dann der zentrale Schulfreiraum, auch „Plaudertasche“ genannt, im Süden, der als Herz des Campus gilt und zwischen Schule und Schloss vermittelt sowie im Schulalltag und auch bei Veranstaltungen genutzt werden kann. Im Nordwesten finden sich schließlich Sportflächen, die direkt an die bestehende und erweiterungsfähige Turnhalle angrenzen.

HBLA Usprung

Einbettung der HBLA Ursprung in das historische Umfeld

Im Erscheinungsbild verfolgt der Entwurf für die HBLA Ursprung eine bewusst zurückhaltende und ortsbezogene Architektursprache, die den respektvollen Umgang mit dem historischen Schloss in den Vordergrund stellt. Ziel ist es, dessen städtebauliche und kulturelle Bedeutung innerhalb des Ensembles wieder klar hervorzuheben. Sowohl der sanierte Bestand als auch der Neubau treten daher in ihrer Gestaltung bewusst zurück und ordnen sich dem Schloss unter. Ebenfalls ist der ländliche Raum mit seiner Fauna und Flora ein wichtiger Bestandteil der Umgebung. 

In Anlehnung an regionale, landwirtschaftlich geprägte Bautypologien werden vertikale, vergraute Holzfassaden vorgeschlagen, die durch ihre ruhige Tektonik und zurückhaltende Farbigkeit eine harmonische Einbindung in Landschaft und Bestand ermöglichen. Natürliche Materialien wie Holz, Naturstein und unbehandelte Oberflächen unterstreichen zusätzlich die Verbindung zum ländlichen Kontext und stärken die Identität des Ortes.

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Fassade sorgt für angenehmes Klima

In Anlehnung an regionale Bautypologien sorgen vertikale, vergraute Holzfassaden für eine harmonische Einbindung in Landschaft und Bestand. Natürliche Materialien wie Holz, Naturstein und unbehandelte Oberflächen unterstreichen zusätzlich die Verbindung zum ländlichen Kontext und stärken die Identität des Ortes.

Zudem übernimmt die neue Gebäudehülle auch eine wesentliche klimatische Funktion: In Kombination mit durchgehenden Verschattungsbalkonen wirkt die Fassade aktiv der sommerlichen Hitze entgegen. Die vorgefertigten Holzelemente ermöglichen nicht nur eine wirtschaftliche und nachhaltige Umsetzung, sondern verbinden auch Alt- und Neubau zu einem homogenen Gesamtbild. Die horizontale Gliederung durch die Balkone betont die ruhige, klare Formensprache und schafft gleichzeitig qualitätsvolle Außenräume, die den Nutzern zusätzlichen Aufenthaltskomfort bieten.

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Entwicklungsfähigkeit und Flexibilität

Der städtebauliche Entwurf für die neue HBLA Ursprung ist so konzipiert, dass zukünftige Erweiterungen des Campus einfach und flexibel realisiert werden können, ohne die klare Lesbarkeit, die Funktionalität oder die ästhetische Qualität der Gebäude zu beeinträchtigen.

An der Nordseite, in Richtung Sportflächen, kann ein zusätzlicher Klassentrakt ergänzt werden, welcher sich funktional und strukturell nahtlos in den bestehenden Campus integrieren lässt.

Auch die Internatflächen sind flexibel ausgelegt: Sowohl nach Osten als auch nach Westen können zusätzliche Zimmer ergänzt werden, um den Wohnbereich zu vergrößern und gleichzeitig die räumliche Logik des Ensembles beizubehalten. Für das Werkstattgebäude besteht die Möglichkeit, hinter dem Schloss ein Obergeschoß hinzuzufügen. Dabei wird bewusst hinter dem historischen Gebäude erweitert, sodass die Silhouette des Schlosses ungestört bleibt und das historische Erscheinungsbild respektiert wird.

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Nutzung der Komplexe im EG

Im Erdgeschoß befinden sich die gemeinsam genutzten Bereiche, wie Aula, Speisesaal, Bibliothek, Zentralgarderobe und Küche. Die Aula im Erdgeschoss übernimmt außerdem die Vermittlerrolle zwischen Vorplatz und Schulgebäude. Der Speisesaal, stärkt den Aufenthalt im Grünen und bezieht den angrenzenden Freiraum Richtung Westen in die Nutzung mit ein. Die innere Erschließung wird dadurch neu gedacht: Sie ist im Gegensatz zum Bestand klar strukturiert und auch für schulfremde Personen intuitiv und selbsterklärend organisiert.

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Nutzung der Komplexe im OG

Über die skulpturale Treppe im Atrium sind alle Geschosse der Schule auf kurzem Wege erreichbar. Direkt vor dem Veranstaltungssaal im ersten Obergeschoss befinden sich das Foyer und die Pausenflächen, die als zentrale Aufenthalts- und Kommunikationsbereiche dienen. Eine großzügige Terrasse in Richtung Bergpanorama ergänzt die Foyer- und Pausenfläche. Die Verwaltung ist zentral im ersten Obergeschoss positioniert, sodass eine optimale Erreichbarkeit und Sichtbeziehungen in alle Richtungen gewährleistet ist. Der bestehende Klassentrakt übernimmt künftig sämtliche Laboreinrichtungen. Durch diese Bündelung entsteht ein klar definierter Fachbereich, der technische Infrastruktur, Installationen und Sicherheitsanforderungen konzentriert und effizient organisiert. Die robuste Struktur des Bestands wird sinnvoll weitergenutzt und funktional aufgewertet. Die Transformation erfolgt mit minimalen Eingriffen und maximaler räumlicher Klarheit.

Facts

Name
HBLA Ursprung
Ort
Elixhausen, Salzburg
Jahr
2026
Typ
Öffentlich | Wettbewerb