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AHS Sonnenallee

Seestadt Aspern, Wien | Wettbewerb | 2026

Unser Entwurf für die Gestaltung der AHS Sonnenallee mit insgesamt 36 Schulklassen zielt darauf ab, ein identitätsstiftendes Schulgebäude zu schaffen, das sich selbstverständlich in den städtebaulichen Kontext einfügt und zugleich einen geschützten Ort für Lernen, Begegnung und Bewegung bietet. Die Kubatur orientiert sich konsequent an den beiden prägenden Stadträumen Sonnenallee und Seestadtstraße und stärkt diese als übergeordnete Erschließungs- und Identitätsachsen. Entlang der Sonnenallee entwickelt sich ein rhythmisch gegliedertes Bauvolumen, das sich in Richtung der Fußballfelder staffelt, an Höhe verliert und so einen fließenden Übergang zur Umgebung schafft.

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Schützende Geste durch präzise Planung

An der Kreuzung von Sonnenallee und Seestadtstraße treten die Baukörper bewusst zurück und formen einen großzügigen Vorplatz, der den Haupteingang klar adressiert und den öffentlichen Raum stärkt. Gleichzeitig ist die zusammenlegbare Sporthalle von hier aus unabhängig vom Schulbetrieb zugänglich. Durch die präzise Setzung der Baukörper entsteht eine schützende Geste: Das Gebäude umfasst den Grünraum, schirmt den Campus nach außen ab und bildet im Inneren einen ruhigen Schulhof. Der bestehende Baumbestand bleibt erhalten und wird selbstverständlich in das Freiraumkonzept integriert. Der vorhandene Geländesprung wird genutzt, um eine terrassierte Pausenlandschaft mit unterschiedlichen Ebenen für Aufenthalt, Spiel und Bewegung zu schaffen.

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1. OG

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3. OG

Urbane Holzfassade trifft auf großzügige Verglasungen

Zur Sonnenallee hin zeigt sich die Schule mit einer klar gegliederten, urbanen Holzfassade. Der präzise Rhythmus der Fassadenelemente verleiht dem Baukörper Maßstäblichkeit, Ordnung und Präsenz. Nach Süden hin wird die Architektur zunehmend offener und durchlässiger. Holzfassaden gehen in großzügige Verglasungen, vorgelagerte Freiräume und begrünte Bereiche über. Auskragungen und Terrassen übernehmen den baulichen Sonnenschutz und schaffen gemeinsam mit offenen Lernzonen eine weiche Übergangszone zum Grünraum. So entsteht eine helle, geschützte und identitätsstiftende Lernlandschaft im engen Dialog mit dem Außenraum.

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Holz-Hybrid-Konstruktion für effiziente Umsetzung

Ein klares, regelmäßiges Konstruktionsraster bildet die Grundlage des Gebäudes und ermöglicht einen hohen Grad an Vorfertigung sowie eine wirtschaftliche und effiziente Umsetzung. Die Holz-Hybrid-Konstruktion ist robust, wiederholbar und langfristig flexibel. Holz reduziert die Eigenlasten, verbessert die CO₂-Bilanz und schafft ein angenehmes Raumklima, während der Beton die Anforderungen an Schallschutz, Brandschutz und thermische Speichermasse erfüllt. 

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Die Fassade ist als hochgradig vorgefertigtes Wandsystem ausgebildet. Die Fassadenelemente werden werkseitig inklusive Dämmung, Fenster und Außenoberfläche gefertigt und als komplette Einheiten auf die Baustelle geliefert. Vor Ort erfolgt die präzise Montage der Elemente, wodurch Bauzeit, Witterungsabhängigkeit und Ausführungsrisiken deutlich reduziert werden. Das System unterstützt eine präzise Umsetzung der architektonischen Gestaltung, ermöglicht klare Fassadenrhythmen und leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer effizienten, ressourcenschonenden Bauabwicklung.

Ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept

Die klare Orientierung des Baukörpers sowie die differenzierte Fassadengestaltung optimieren die Tageslichtnutzung und reduzieren den Energiebedarf im Betrieb. Der bauliche Sonnenschutz wird primär durch Auskragungen, Terrassen und Fassadentiefe sichergestellt und minimiert den Kühlbedarf in den Sommermonaten. Ergänzende Verschattungselemente sowie punktuelle Fassadenbegrünungen gewährleisten einen hohen thermischen Komfort. Die Energieversorgung erfolgt über erneuerbare Systeme, insbesondere durch Photovoltaik und Geothermie. Eine energieeffiziente Heiz- und Haustechnik ermöglicht einen wirtschaftlichen, langlebigen und ressourcenschonenden Betrieb. Die konsequente Verwendung von Holz als zentralem Baustoff, der hohe Vorfertigungsgrad sowie robuste, wartungsarme Materialien tragen wesentlich zur Reduktion des CO₂-Fußabdrucks und zur langfristigen Nachhaltigkeit des Schulgebäudes bei.

Facts

Name
AHS Sonnenallee
Ort
Seestadt Aspern, Wien
Jahr
2026
Typ
Öffentlich