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Technologiepark Lavanttal

Lavanttal, Kärnten | Wettbewerb | 2026

Erste Anerkennung für unseren Entwurf im Lavanttal

Mit der Projekteinreichung für den Technologiepark Lavanttal hat uns die Jury mit der ersten Anerkennung prämiert. Unser Entwurf versteht den Technologiepark (TLC) als lebendiges Quartier, das Forschung, Innovation und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Im Mittelpunkt stehen nicht nur zukunftsweisende Technologien, sondern auch die Menschen, die hier arbeiten, forschen und sich begegnen. So entsteht ein Campus, der ökologische Verantwortung, soziale Qualität und wirtschaftliche Entwicklung verkörpert.

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Das Projekt im Kärntner Lavanttal versteht sich als zukunftsfähiges, lebendiges Stadtquartier. Strategisch in unmittelbarer Nähe zum neuen Bahnhof der Koralmbahn gelegen, nutzt das Areal seine exzellente überregionale Schienenanbindung. Der Campus fungiert als grünes, durchlässiges Tor zur Achse Klagenfurt–Graz und zieht internationale Talente sowie innovative Unternehmen an, während er gleichzeitig tief in der Wirtschafts- und Kulturstruktur des Lavanttals verwurzelt bleibt. Er beweist, dass ländlicher Raum und High-Tech kein Widerspruch sind, sondern im Zeitalter der Energiewende die idealen Nährböden für zirkuläre Innovationen bilden.

5-Zonen-Modell

Das städtebauliche Konzept bricht mit der traditionellen Monokultur von Gewerbeparks. Die insgesamt 15 Werkstatt-, Labor- und Bürogebäude sowie die zwei peripheren Parkhäuser gliedern sich in ein durchdachtes System aus fünf spezifischen Zonen, die sich um eine gemeinsame, grüne Mitte anordnen. Eine multifunktionale Wand in Form von Landart leitet zentral durch das Gelände und schafft Orientierung.

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Zone 1: Das Entree und Welcome-Gebäude

Das Gesicht des Campus zum Bahnhof der Koralmbahn wird durch die Entree-Zone definiert. Das architektonisch markante Empfangsgebäude beim Entrée fungiert als primäre Anlaufstelle und repräsentatives Schaufenster des Campus. Es beherbergt einen zentralen Infopoint, eine großzügige, öffentlich zugängliche Ausstellungsfläche, auf der die auf dem Campus entwickelten Technologien sowie die C2C-Bauweise für Besucher, Schulklassen und Fachpublikum anschaulich visualisiert werden, sowie einen flexibel skalierbaren Seminar- und Veranstaltungsbereich mit Auditorien für internationale Kongresse und Versammlungen.

Die Zonen 2 bis 5: Die dezentralen Ensembles

Die verbleibenden Gebäude organisieren sich in vier eigenständigen Clustern. Jedes dieser Ensembles funktioniert wie ein kleines Dorf im Großen und verfügt über einen eigenen, charakteristischen Platz. Um die soziale Resilienz und Lebensqualität zu maximieren, ist jedes Ensemble mit sozialen Infrastrukturen unterlegt. Jede Zone beherbergt eine betriebliche und öffentliche Kleinkindbetreuung mit direktem Zugang zu geschützten Freiflächen, sowie gastronomische Angebote unterschiedlicher Größe und Art, wie etwas Cafés, Bioladen oder einer gemeinschaftlichen Kantine.

Die Gemeinsame Mitte

Alle fünf Zonen orientieren sich zu einem zentralen, autofreien Herzstück. Diese grüne Lunge des Campus verbindet die Ensembles durch ein Netz aus Fuß- und Radwegen. Sie dient als Klimapuffer, Erholungsraum mit Sport- und Ruheflächen und informelle Begegnungszone, in der sich die Wege von Forschern, Handwerkern und Besuchern kreuzen.

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Typologie, Höhenstaffelung und vertikale Nutzungsmischung

Die städtebauliche Körnung des Campus basiert auf zwei klar definierten Gebäudetypen – einem großen Typus (für Großmieter oder stark laborintensive Nutzungen) und einem kleinen Typus (für Start-ups und spezialisierte Dienstleister). Die Gebäude weisen eine moderate, ressourcenschonende Höhe von 3 bis 5 Geschossen auf. Dabei folgt die Anordnung einer klaren topografischen Logik: Ein bewusster Höhenverlauf führt von den markanten, 5-geschossigen Gebäuden im Zentrum des Campus zu den niedrigeren, 3-geschossigen Strukturen an den Außenrändern. Diese Staffelung sorgt für eine optimale Belichtung aller Plätze, minimiert Schlagschatten und bettet den Campus harmonisch in die sanfte Landschaft des Lavanttals ein. Die Nutzung der Gebäude ist vertikal streng nach Funktionen und Emissionsgraden geschichtet, um maximale Synergien zu nutzen:

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Maximale Flexibilität: Skalierbarkeit im Masterplan

Ein zentrales Merkmal des Masterplans ist seine radikale Anpassungsfähigkeit an unvorhersehbare Marktentwicklungen – sowohl in der Planungsphase als auch während des jahrzehntelangen Betriebs.

Typologische Konvertierbarkeit: Die städtebauliche Matrix und das Erschließungsraster sind so intelligent eingemessen, dass in der laufenden Planungsphase jeder Standort des kleinen Gebäudetypus ohne Layout-Konflikte auf den großen Typus angepasst werden kann. Das Projekt reagiert damit elastisch auf die Akquise von Großmietern vor Baubeginn.

Geometrische Gebäudeerweiterung: Die Trag- und Fassadenstruktur der Gebäude erlaubt es, ausgewählte Baukörper im laufenden Betrieb linear in eine Richtung um mehrere Konstruktionsachsen zu erweitern. Die C2C-Fassade wird dabei zerstörungsfrei demontiert, das Holzskelett verlängert und die Fassade wieder schlüssig vorgesetzt.

Zukunftssichernde Erweiterungsflächen: Um dem Campus ein organisches Wachstum über Generationen hinweg zu ermöglichen, sind strategische Erweiterungsflächen für komplett neue Gebäude auf dem Areal freigehalten. Bis zu ihrer Aktivierung werden diese als biodiverse Blühwiesen, Biotope oder temporäre Sportflächen zwischengenutzt.

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Technische Infrastruktur und Klimaresilienz

Der Campus agiert im laufenden Betrieb als Energie-Plus-System und setzt Maßstäbe im Infrastrukturdesign. Im Bereich der Energieerzeugung wird eine Bauwerksintegrierte Photovoltaik (BIPV) an Parkhausfassaden und allen Dächern kombiniert mit Tiefengeothermie. Für das Wassermanagement – Schwammstadt-Prinzip werden 100 % des Regenwassers über Retentionsdächer und offene Kaskadenseen in der gemeinsamen Mitte aufgefangen, biologisch gereinigt und für die Gebäudekühlung sowie Grauwassernutzung verwendet. Auch die Mobilität ist mit zwei peripheren Parkhäusern in Form eines Mobility Hubs mit E-Ladestationen und Mikromobilitäts-Verleih gegeben. Der innere Campus ist komplett autofrei.

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